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22.2.2020 10:10 +0100

Die Bücher der Maya

Palenque Tablero del Palacio Casa A-D el Palacio

In Spanien 1524 geboren, kommt Diego de Landa 1524 nach Yucatan, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1579 weilt. Einerseits zerstört er viel von der alten Maya-Geschichte, die Bücher der Indios, andererseits vererbt er uns sein Buch "Relación de las cosas de Yucatán", eine Geschichte der alten Maya-Zivilisation.

Es existieren drei Handschriften aus der Postklassikzeit der Maya (900-1500 n. Chr.) die nach ihren Aufbewahrungsorten Dresden, Madrid und Paris benannt sind. Eine vierte Handschrift ist nach dem Grolier-Club in New York benannt; sie ist eine Fälschung aus dem 19. Jahrhundert.

Weitere Handschriften anderer mesoamerikanischer Völker hat Gordon Brotherston in seinem Buch "Painted Books from Mexico" umfassend beschrieben.

In den drei Handschriften findet man keine historischen Abhandlungen über alte Maya-Königreiche. Es handelt sich um Priesterbücher für Vorhersagen und Berechnungen. Die historischen Mayastätten in Chichen-Itza, Palenque, Bonampak, Calakmul, Xultun, Tikal und Copan, um nur einige der bereits touristisch erschlossenen Ruinenenstädte zu benennen, verfügen über zahlreiche Bauwerke, die mit Hieroglyphen und Zahlenzeichen geschmückt sind, die sich der Geschichte widmen.

Heute können von den über 800 bekannten Hieroglyphen etwa 600 gelesen werden. Die Leserichtung der Zeichen folgt dem Schema Block A: 1-2; 3-4; 5-6; 7-8;. Block B: 9-10; 11-12; 13-14; 15-16.

Mit der Entdeckung der Schrift der Maya und ihrer weitgehenden Entzifferung in den letzten 50 Jahren ist ein Volk zu einer Hochkultur erhoben worden, das bei der Ankunft der Spanier seinen Höhepunkt schon 600 Jahre überschritten hatte.